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Die Steinburg Schule Itzehoe
Artikel vom 06.01.2012, von adrian
Was Schüler herkömmlicher Schulen, im wahrsten Sinne des Wortes, am meisten bedrückt, ist der Leistungsdruck, der von den Lehrkörpern, Eltern und nicht zuletzt von der ganzen Gesellschaft ausgeht. Es wird erwartet, dass ein Schüler gute Noten schreibt, fachliche Kompetenz in allen Fächern entwickelt, zudem sympathisch, freundlich, wohlerzogen - kurz und gut - sozial kompetent ist.
Soziale Kompetenz ist zunehmend zu einem Streitpunkt zwischen Pädagogen und Eltern herangewachsen. Die Lehrer fordern, dass die Eltern die Erziehung zu einem sozial verträglichen Kind schon abgeleistet haben, wenn dies die Grundschule im Alter von 6 bis 7 Jahren betritt. Die Eltern gehen ihrerseits davon aus, dass die Pädagogen diese Aufgabe übernehmen und zudem noch dazu da sind, ihre Kinder zu beschützen und zu gesellschaftsfähigen und hilfsbereiten Menschen zu erziehen.
Denn wo - so denken viele Eltern - könne man das besser, als in einer Gruppe beziehungsweise Klasse von bis zu 28 Kindern.
Keiner dieser zwei "Fronten" kann und darf man seine Berechtigung absprechen. Natürlich sind Pädagogen ausgebildete Menschen, die mit Kindern und Jugendlichen umzugehen wissen und sie in ihrer Entwicklung begleiten, leiten und fördern sollten. Allerdings ist das Elternhaus so prägend, dass auch die Eltern sich ihrer Rolle bewusst sein sollten. Sie allein sind es, die ihre Kinder zu selbstbewussten Persönlichkeiten, mit Liebe und Gesprächen, Grenzen und Standhaftigkeit erziehen können, so dass sich die Kinder dann auch einer Klasse und Autoritätspersonen stellen können, ohne aggressiv oder verschüchtert sein zu müssen.
Hat man Einblick in die meisten Schulen und berücksichtigt man die eigene Erfahrung mit unserem Schulsystem, so wird deutlich, dass in den allermeisten Schulen soziale Entwicklung fernab von allem anderen steht - Sei es nun aus Überforderung der Lehrkörper oder Sonstigem.
Die Steinburg Schule in Itzehoe bildet hier eine absolute Ausnahme. Hier wird sehr viel Wert auf das "Ganzheitliche" gelegt. Der Mensch spielt hier die Hauptrolle. Wenn ein Kind mit Wahrnehmung, Bewegung und emotionaler Entwicklung in Berührung gebracht und darin begleitet wird, sich in der Gesellschaft einbringen zu können - dies zudem konstruktiv - dann ist es motiviert und wird ganzheitlicher wahrgenommen. Es fühlt sich dann nicht unbrauchbar oder inkompetent, wenn es einmal nicht ganz so gute Noten für seine Leistungen bekommt, sondern wird adäquater darüber nachdenken, in welchem Bereich seine Schwachpunkte liegen.
Die Schüler bekommen wertvollen und auf die Selbstversorgung ausgelegten Unterricht, neben den herkömmlichen Fächern wie Deutsch, Mathematik und dergleichen. Sie bekommen hauswirtschaftliches Wissen vermittelt und auch das Fach Werken wird in den Oberstufen groß geschrieben.
Das Ziel der Steinburg Schule Itzehoe ist die Selbständigkeit ihrer Schüler und die Förderung in einer sozial und partnerschaftlichen Umgehensweise zwischen Lehrer und Schüler. Man kann nur hoffen, dass andere Schulen dem Beispiel folgen mögen.
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